Bekannte Redewendungen zum Thema Fahnen

Es gibt sehr viele Redewendungen, die sich um den Begriff Fahne oder Fahnen drehen. Die meisten sind den Menschen bekannt, auch wenn nicht immer klar ist, woher diese Redewendung eigentlich stammt. Fahnen hatten vor vielen Jahren noch einen weitaus größeren Einfluss auf die Lebensbereiche der Menschen. Aus dieser Zeit stammen auch oft die Redewendungen. Sie zeigen, dass Fahnen auch einen Einfluss auf die Sprache haben.

Sich etwas auf die Fahne schreiben: Das ist wohl die Redewendung, die am besten bekannt ist. Sie zeigt an, dass jemand von etwas so überzeugt ist, dass er für die Durchführung kämpft. Bei dieser Redewendung ist die Herkunft bekannt. In früheren Zeiten war es üblich, Inschriften auf Fahnen zu sticken. Zu der Zeit wurden die Fahnen immer gut sichtbar gezeigt. Dementsprechend konnte das Gestickte besonders gut gesehen werden. Das bedeutet, dass das, was auf die Fahne geschrieben wird, weithin sichtbar ist. Also das, wofür jemand steht oder einsteht.

Mit fliegenden oder wehenden Fahnen: Die Bedeutung dieser Redewendung ist einfach. Sie deutet einen Wechsel des Standpunkts an. Jemand ändert seine Ansichten oder wechselt auf eine andere Seite.

Das Ende der Fahnenstange erreichen: Hier ist Schluss, es geht einfach nicht weiter.

Mit fliegenden Fahnen untergehen: Wer mit fliegenden oder wehenden Fahnen untergeht, der hat verloren, und zwar absolut eindeutig und gründlich.

Die Fahne nach dem Wind drehen: Dies bedeutet, dass jemand praktisch keine eigene Meinung hat, sondern sich immer der vorherrschenden Meinung anschließt. Ändert sich diese Meinung, ändert sich auch die Meinung der Person. Diese Redewendung geht auf die Wetterfahne zurück, die früher auf dem Turm gehisst wurde. Die Richtung dieser Fahne wird immer vom Wind bestimmt. Daraus ergibt sich auch die Redewendung „Wie eine Fahne im Wind“, die eine unverlässliche Person anzeigt.

Die Fahne hochhalten: Diese Redewendung wird genutzt, wenn jemand bis zum Schluss übrig bleibt. Sie wird auch genutzt, wenn jemand aufrichtig bleibt oder sich bekennt.

Die Fahnen strecken: Das ist den meisten gut bekannt, hier geht es um das Aufgeben.

Die weiße Fahne hissen: Die weiße Fahne wird immer dann gehisst, wenn kapituliert oder aufgegeben wird. Ursprünglich handelt es sich bei der weißen Flagge um eine Parlamentärflagge, die Unterhändler nutzen. Schon seit Jahrhunderten werden weiße Flaggen genutzt als Zeichen der Kapitulation. Schon im Jahr 109 n. Chr. Wurde von Geschichtsschreibern über den Einsatz einer solchen Flagge zur Kapitulation berichtet.

Foto: aluart.com

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