Tradition am Fahnenmast – auch in Japan

Foto: Tam Tam / Flickr / CC BY-SA 2.0

Fahnenmasten spielen in sehr vielen Traditionen eine große Rolle. Das ist nicht nur hierzulande so, sondern auf der ganzen Welt. Und jede Tradition hat ihre ganz besonders schönen Seiten, die man im Rest der Welt vielleicht gar nicht so kennt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Koinobori an den Fahnenmasten in Japan gehisst werden. Sicherlich werden nur die wenigsten wissen, was ein Koinobori eigentlich ist. Die Erklärung ist ganz einfach, dabei handelt es sich um einen Windsack, der die Form eines Koi-Karpfens aufweist. Er ist auch bekannt unter der Bezeichnung Windkoi. Dieser wird dann an den Flaggenmast gehangen. Hinter diesen Koinobori steckt allerdings eine schöne Bedeutung, und in Japan wird diese auch mit einem ganz eigenen Feiertag begangen.

Tradition zum Knabenfest

Selbstverständlich kann eine Koifahne immer gehisst werden, dennoch ist es traditionell so, dass diese speziellen Fahnen jedes Jahr am 5. Mai gehisst werden, dem Tag des sogenannten Knabenfestes. Das Knabenfest mit seinen farbenfrohen Fahnen hat eine sehr lange Tradition, und zudem noch eine ganz besondere Bedeutung. Bei diesem Fest zeigen die Koinobori an, wie viele Familienmitglieder in einem Haus zu finden sind. Ein schwarzer Karpfen steht für den Vater, ein roter für die Mutter. Danach wurden dann früher noch blaue Koinobori aufgehangen, jede stand für ein männliches Kind. Daraus resultierte auch der Name Knabenfest. Heute ist die Bedeutung der Mädchen in der Familie auch in Japan größer geworden, dementsprechend wurde aus dem Knabenfest das Kinderfest. In den meisten Fällen erscheinen die Mädchen der Familie dann als rosa Koi auf der Fahne.

Pendant zum Maifest

Der europäische Start in den Frühling wird in Europa in vielen Ländern um den ersten Mai herum mit vielen Festen gefeiert, oft wird das Kinderfest als japanisches Pendant dazu gesehen. Auch hierzulande steigt mittlerweile die Nachfrage nach diesen Windkois, auch wenn das Kinderfest hier keine Bedeutung hat. Allerdings sollte immer auf die gute Qualität geachtet werden, denn sonst können sie bei starkem Wind recht schnell kaputt gehen. Sie werden ganz einfach wie eine herkömmliche Fahne am Fahnenmast befestigt und wehen richtig schön im Wind. Verschiedene Traditionen, aber immer mit einem stabilen Fahnenmast.

1 Kommentar zu „Tradition am Fahnenmast – auch in Japan“

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